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Noch ein letztes Mal die Emails abrufen – Erotische Kurzgeschichte
Erotische Kurzgeschichte – Noch ein letztes Mal die Emails abrufen
Erotische Kurzgeschichte von Florentine Winter. Weitere Infos und eine Kurzbiografie über die Autorin findent Ihr hier. Eine weitere Kurzgeschichte unter dem Titel ” Zeit für Mich“ findet Ihr hier und ein Interview mit Florentiene Winter findet Ihr hier. Viel Spaß beim Schmökern wünscht Euch das Team EFH. Zur Homepage von Florentine Winter gelang Ihr über diesen Link www.florentinewinter.de
Noch ein letztes Mal die Emails abrufen
Dann machte er sich auf den Weg in den Feierabend. Endlich Freitag, durchatmen, Wochenende. Zu Hause angekommen, ging er in Gedanken versunken die Stufen zu seiner Wohnung hinauf, kramte in seiner Tasche nach dem Wohnungsschlüssel und öffnete die Tür. Auf dem Couchtisch stapelte sich bereits die Post und obenauf lag er, der schlichte braune Umschlag, welchen er seit dem er ihn bekommen hatte, jeden Abend in den Händen hielt und wendete. Wie die Abende zuvor, hielt er ihn an seine Nase, schloss die Augen und sog seinen Duft ein. Unverkennbar, ein Hauch von Vanille und Ylang-Ylang. Nach kurzem Zögern legte er ihn ungeöffnet wieder zur Seite. Mit lautem Blubbern machte sich der Wasserkocher bemerkbar, bevor er sich automatisch abschaltete. Er goss das heiße Wasser in die Tasse und rührte bis sich das Pulver gelöst hatte. Beim ersten Schluck verbrannte er sich fast den Mund, so heiß war der Kaffee noch. Er konnte sogar spüren, wie er die Kehle hinab ran und angenehme Wärme in seinem Bauch verbreitete. Er nahm, diesmal vorsichtiger, einen zweiten Schluck und ließ sich in den Sessel fallen.
Auf der Suche nach der Fernbedienung wanderten seine Hände unter die Tageszeitungen der letzten Tage, streiften ein Magazin und hoben ein Buch an, bevor er sie in seinen Fingern hielt. Mit einem hellen Aufflackern tanzten bunte Bilder zu der aktuellsten Musik über den Fernseher. Ein kurzer Blick auf die Uhr, beste Zeit um bei seinem Lieblingslieferanten etwas zum Essen zu bestellen. Die Nummer kannte er bereits auswendig, so dass er sich nicht noch ein weiteres Mal durch den Papierstapel auf dem Tisch wühlen musste. Pizza mit Tomaten, Mozzarella und Oregano. Nichts Ausgefallens, aber schmackhaft.
Um die Wartezeit zu nutzen, ging er unter die Dusche. Das warme Wasser prasselte ihm rhythmisch ins Gesicht, während er sich mit den Händen über die geschlossenen Augen fuhr. Er atmete den feuchten Dampf ein und seine Hände tasteten nach dem Duschbad. Mit den Zehen wippte er im Takt der Musik, während er sich einseifte. Es wirkte regelrecht geordnet, zuerst die Arme und den Hals, dann der Oberkörper, Bauch und Po. Anschließend das linke und das rechte Bein und auf dem Rückweg ein reinigender Griff zwischen die Beine und über den Bauch zurück zum Hals. Er drehte das Wasser ab und trat aus der Dusche. Das Wasser lief an ihm in kleinen Rinnsalen zum Boden während er mit sich mit dem Handtuch mehr Sicht im Spiegel verschaffte. Mit prüfendem Blick in sein Gesicht beugte er sich über das Waschbecken nahe an den Spiegel. Er zuckte kurz zusammen, als die kalte Keramik seinen Oberschenkel streifte. Er beschloss auf eine Rasur zu verzichten, während er, sein Kinn in den Händen, den Kopf hin und her drehte.
Mit dem Handtuch um die Hüften und verstrubelten Haaren ging er barfuß zurück ins Wohnzimmer und nahm noch einen Schluck Kaffee. Als er bereits auf der Couch saß, bemerkte er den braunen Umschlag zu seinen Füssen. Er musste ihn wohl im Vorbeigehen mit dem Handtuch vom Tisch gefegt haben. Zögernd hob er ihn auf und wollte ihn zurück auf den Tisch legen, hielt aber inmitten der Bewegung inne und holte tief Luft. Noch ein Schluck Kaffee. Den Brief in den Händen lies er den Kopf auf die Rückenlehne der Couch sinken und schloss die Augen. Seit Tagen versuchte er sein Interesse auf den Inhalt des unscheinbaren Umschlages zu ignorieren. Aber der leichte Duft den dieser ausströmte, ließ ihn den Absender bereits erahnen, als er ihn Anfang der Woche aus dem Briefkasten genommen hatte. Das machte es nicht besser. Und während er so da lag, entspannt von der heißen Dusche und angeregt vom Kaffee, siegte die Neugier. Obwohl er sich einredete, dass es überhaupt keinen Grund zur Aufregung gab, konnte er nicht verhindern, dass er nervös am Umschlag nestelte, bevor er ihn endlich geöffnet bekam.
In seinem Schoss landete eine Plastikkarte, schnödes Weiß mit schwarzen Lettern und ein Foto, auf dessen Rückseite das aktuelle Datum und eine Uhrzeit vermerkt waren. Noch zwei Stunden stellte er fest, sein Atem ging flacher. Langsam dreht er die Fotografie in seinen Händen um. Es bereitete ihm Mühe den Blick von dem zu Lösen was sich ihm darbot. Als sein Kopf zurück in das Polster der Couch sank, schloss er die Augen. Ein kläglicher Versuch sich von dem Gesehenen zu lösen, es war zu spät. Das Bild hatte sich bereits in seinen Gedanken eingebrannt und tauchte immer wieder aus dem Dunkel auf. Es konnte fühlen wie sein Mund trocken und sein Herzschlag schneller. Das Blut in seinen Adern rauschte.
Zur gleichen Zeit reichte sie mit zittrigen Händen dem Fahrer einen Geldschein und stieg aus dem Wagen. Ihr Blick wanderte an der beleuchteten Fassade nach oben und blieb im sternenklaren Nachthimmel hängen. Sie zog den Mantel enger um sich. Beim Ausatmen bildeten sich kleine Nebelwölkchen vor ihrem Mund, so kalt war es inzwischen geworden.
Mit immer langsamer werdenden Schritten ging sie auf den Eingang zu, ein letzter Blick auf die Fassade, dann wurde ihr vom Hauspersonal die Tür aufgehalten. Mit klopfendem Herzen ging sie zum Empfang, das Gesicht halb im Stoff ihres Schals vergraben forderte sie Zimmer Nummer 410. Der Portier nickte ihr freundlich entgegen, so als wollte er ihr Mut zu sprechen, und reichte ihr den Schlüssel. Mit dem Aufzug fuhr sie schweigend in die vierte Etage, ging zum Zimmer. Sie zog die Karte durch den Türöffner, es gab ein kurzes Surren bevor die Tür klackend aus dem Schloss viel.
Ein Blick auf die Uhr, noch fast zwei Stunden. Aufregung erfasste sie. Sie erschrak als es wenig später an der Tür klopfte. Ein hastiger Blick auf die Uhr, hatte sie sich in der Zeit geirrt? Vom Flur vernahm sie eine Stimme, Zimmerservice, sie beruhigte sich ein wenig und öffnete. Ein junger Bursche trug ihr leichtes Gepäck in den Raum, gefolgt von der Hausdame, welche an ihr vorbeihuschte um das Bett von der Tagesdecke zu befreien und die Kissen aufzuschütteln. Während sie die Szenerie beobachtete, wurde ihr flau im Magen, und es drängte sich ihr der Gedanke auf einfach die Flucht zu ergreifen. Stattdessen reichte sie dem Pagen ihr letzes Kleingeld und murmelte einen leisen Dank. Während der Page den Raum so plötzlich verlies wie er gekommen war, spürte sie den Blick der Hausdame auf sich ruhen, lag darin etwas Vorwurfsvolles? Sie errötete. Was tat sie hier bloß?
Sie wischte den Gedanken ebenso schnell zur Seite, wie er aufgetaucht war. Zu tief war das Verlangen in ihr, als das auch nur ein Argument durch die Nebel aus Adrenalin und Endorphin hätte dringen können. Sie nahm ihre Kosmetiktasche und ging ins Bad. Sorgfältig legte sie alles bereit; Rasierschaum, ein frischer Rasierer, Bodylotion, Deo, Parfüm. Während das Wasser für ein Schaumbad einlief, nahm sie auf dem Wannenrand Platz, spreizte die Beine und griff zum Rasierschaum. Mit lautem Zischen spuckte die Dose kleine, weiße Berge auf ihre Scham, welche mit geübten Fingern bis hinter die letzte Wölbung verteilt wurden. Die Rasierklinge wurde durch das heiße Wasser zu ihren Füssen gezogen, bevor sie geschickt angesetzt eine Bahn durch die weiße Pracht zog. Die einzigen Geräusche welche von den Fliesen zurück geworfen wurden, waren das Plätschern des einlaufenden Wassers und das leise Schaben von Metall auf Haut. Alles Weiß verschwand Stück für Stück und gab den Blick auf zarte, rosige Haut frei. Sie drehte das Wasser ab und tauchte ihre frisch gewonnene Unschuld in zart duftende Schaumberge. Beim Auftreffen der nackten Haut auf die winzigen Schaumbläschen zerplatzen diese und hinterließen dabei ein wohliges Kribbeln. Mit geschlossenen Augen rekelte sie sich in dem Wasser. Die Beine auf den Rand der Wanne gelegt, prüfte sie kritisch die weiche Haut zwischen ihren Beinen und schnurrte dabei vor Wonne.
Zufrieden mit ihrem Werk verließ sie das herrliche Nass und hüllte sich in ein blütenweißes Handtuch. Ein Blick auf die Uhr im Nebenraum, noch eine halbe Stunde. Die verbleibende Zeit erlaubte es ihr jeden Zentimeter ihrer Haut ausgiebig mit Bodylotion zu verwöhnen. Ihr limbisches System dankte es ihr mit neuen wollüstigen Schauern. Zum Schluss noch eben eine Spur von Parfüm auf nackter Haut gelegt, den Hals entlang, zwischen die vollen Brüste, unter den Bauchnabel und über das Gesäß. In den Bademantel gehüllt ging sie zurück zum Bett und öffnete sie Reisetasche. Neben einer Tube Gleitgel, für alle Fälle, befand sich darin lediglich ein Paar Stiefel. Während sie diese neben sich auf dem Bett ablegte, machte sich Aufregung in ihr breit, gemischt mit freudiger Erregung, wie man sie sonst nur von Weihnachten her kennt. Jene Art von Empfindung, die man beim Anblick eines besonders liebevoll verpackten Geschenkes mit unbekanntem Inhalt verspürt. Fasziniert vom Anblick möchte man das Papier herunter reißen und die Neugier stillen. Genau nach einem solchen Geschenk stand ihr der Sinn, eine wundervolle, rasierte Prachtlatte, bereit sie auszufüllen und ihr Verlangen zu stillen. Dafür nahm sie auch die viel zu hohen Absätze der Stiefel in Kauf, wohlwissend um die Wirkung des Anblickes den sie damit bot.
Als er die Karte vorbei an dem Sensor der Tür führte, ertönte das übliche Surren, wie er es von anderen Zimmertüren in Hotels kannte. Doch war das hier alles andere als üblich, daran erinnerte ihn die Enge in seiner Jeans bei jedem Schritt. Bevor er eintrat hielt er inne, jetzt konnte er noch umkehren, aber wenn er erst in das spärliche Licht getreten war, würde die Tür hinter ihm ins Schloss fallen und der Anblick ihn gefangen halten. Abermals siegte die Unvernunft, er betrat den Raum. Die Vorhänge waren zugezogen und nur eine Tischleuchte warf einen kleinen Lichtkegel in den Raum.
Mitten im Raum, nur wenige Schritte von ihm entfernt, stand ein Bett und davor bot sich ein atemberaubender Anblick. Sie stand vor dem Bett und hatte ihm den Rücken zugwendet. Das Licht zeichnete feine Umrisse von ihrem nackten Körper. Sein Blick wanderte an ihrem Hals abwärts, streifte die Schultern und glitt die Wirbelsäule herunter bis zu ihrem Po. Welch einladende Form, genau richtig um seine Hände in das Fleisch zu graben. Sie stand leicht im Hohlkreuz, um die Balance zu halten und lies sich betrachten. Keiner der beiden sprach ein Wort.
Er löste den Blick von ihrem Po und lies ihn abwärts schweifen. Der Prachtarsch wurde eingerahmt von ein paar tiefschwarzen glänzenden Stiefeln, die weit über das Knie reichten. Während sein Blick den Lack entlang zu den Absätzen wanderte, fühlte er das Blut in seinem Schwanz pochen. Sonst eher kontrolliert, rang er um Fassung. Er ging einen Schritt auf sie zu und trat an sie heran. Sein Gesicht streifte ihren Nacken, er sog ihren Duft ein und seine Lippen liebkosten ihren Hals. Sein ganzer Körper drängte sich an den ihren, die Hände umfassten ihre Hüfte und zogen sie näher an sich heran, er grub seine Zähne in ihre Schulter. Sie seufzte dabei laut auf und drohte für einen Moment das Gleichgewicht zu verlieren, aber er balancierte sie geschickt aus. Mit links hielt er sie fest im Arm, während die rechte Hand sich ihren Weg zwischen ihre Beine suchte. Als seine Finger dort nichts als zarte Haut vorfanden konnte er nicht anders als leise Aufzustöhnen. Mit geschicktem Fingerspiel liebkoste er ihre Perle und entlockte ihr dabei wohlige Laute. Sie drängte ihren Po unaufhörlich an sein Becken und unter der Enge seiner Hose schmerzte seine Erektion. Seine Mittel-und Ringfinger versanken rhythmisch in ihrer Feuchte während er mit dem Handteller ihre Perle massierte. Sie wurde zunehmend lauter und überließ ihr Becken völlig seinen Bewegungen, viel konnte nicht mehr fehlen. Mit links beugte er sie leicht vornüber und mit rechts öffnete er seine Hose. Langsam ließ er seinen Schwanz in sie hinein gleiten. Sie bäumte sich auf und er musste sie mit beiden Händen an der Hüfte festhalten. Er versuchte sich zu beherrschen, um sie genüsslich, langsam und tief zu vögeln. Zwischen ihrem lustvollen Stöhnen nahm er aus der Ferne ein Geräusch war. Zunächst war es undeutlich und wie in Watte gepackt, dann drang es mehr und mehr an sein Ohr und während er versuchte es zuzuordnen, drang es unaufhörlich in die Szenerie ein, lauter, klarer. Er schreckte auf, öffnete die Augen, helles Licht blendete ihn. Da war es wieder, das Geräusch, ernüchtert stellte er fest, dass der Pizzabote kurz davor war die Tür einzutreten. Sein Blick ging zur Uhr, eine halbe Stunde noch. Wollte er pünktlich sein, musste er auf sein Abendessen verzichten.
















Schade um die schöne Pizza
Schöne Geschichte Florentine!
Gruß aus Kassel